Enduro ist eine Disziplin des Mountainbikens, die sich durch eine Kombination aus technischen Abfahrten und anspruchsvollen, oft kurzen, Uphill-Sektionen auszeichnet. Der Fokus liegt dabei auf den Abfahrtspassagen, die in Wettbewerben als sogenannte „Stages“ gegen die Zeit gefahren werden. Die Verbindungsstücke (Liaison-Strecken) zwischen den Abfahrten werden meist in eigenem Tempo bewältigt und stehen nicht unter Zeitmessung.
Enduro fährt man typischerweise auf Strecken, die sowohl technisch als auch konditionell herausfordernd sind. Diese Disziplin verlangt von Fahrern eine breite Palette an Fähigkeiten, einschließlich:
Für Enduro-Rennen kommen speziell entwickelte Mountainbikes zum Einsatz, die auf Vielseitigkeit ausgelegt sind. Die typischen Merkmale solcher Bikes sind:
Enduro-Wettkämpfe werden meist über mehrere Stages ausgetragen, die an einem oder mehreren Tagen absolviert werden. Bedeutende Formate sind:
Die Gesamtwertung eines Rennens basiert in der Regel auf der addierten Zeit aller Stages. Die Liaison-Strecken zwischen den Stages erfordern ebenfalls Taktik, da sie innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits bewältigt werden müssen.
Enduro wird oft in alpinem oder bergigen Gelände betrieben, da diese Strecken die geforderten Downhill- und Uphill-Abschnitte bieten. Beliebte Regionen sind etwa Bikeparks, Gebirgszüge oder speziell angelegte Trails mit variierenden Schwierigkeitsgraden.
Dabei ist Enduro eine anspruchsvolle Disziplin des Mountainbikens, die Technik, Ausdauer und eine gute Balance zwischen Geschwindigkeit und Sicherheit verlangt. Mit ihren vielfältigen Anforderungen an Fahrer und Material hat sie sich zu einer der populärsten und dynamischsten Disziplinen im Mountainbikesport entwickelt. Enduro bietet intensiven Nervenkitzel und abwechslungsreiche Herausforderungen für Profi- und Freizeitfahrer gleichermaßen.