Wenn es darum geht, die Bremsleistung deines Fahrrads zu optimieren, spielt der Zustand der Bremsbeläge eine entscheidende Rolle. Ein häufiges Problem, das die Leistung deiner Bremsen beeinträchtigen kann, ist der sogenannte Verglaseffekt. Aber was bedeutet das genau und wie kannst du ihn vermeiden oder beheben? Hier erfährst du alles Wichtige rund um das Thema.
Der Verglaseffekt tritt auf, wenn die Bremsbeläge deines Fahrrads durch häufiges schwaches Bremsen eine glänzende, glatte Oberfläche entwickeln. Das liegt daran, dass der Abrieb der Bremsbeläge bei minimalem Druck stark reduziert ist. Durch die entstehende glänzende Schicht wird der Reibwert der Beläge erheblich verringert, wodurch die Bremskraft nachlässt.
Dieses Phänomen ist vor allem bei Fahrrädern zu beobachten, die überwiegend in der Stadt oder auf flachen Strecken gefahren werden, wo intensives Bremsen kaum erforderlich ist.
Bremsbeläge mit verglaster Oberfläche haben einen deutlich niedrigeren Reibwert. Das bedeutet, dass die Kraftübertragung von der Bremse auf die Felge oder die Bremsscheibe weniger effektiv ist. Die Folgen sind unter anderem:
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um den Verglaseffekt zu beheben oder zu vermeiden.
Eine der einfachsten Lösungen ist es, bewusst stark zu bremsen. Durch intensiven Bremsdruck wird die glänzende Schicht abgetragen und die Oberfläche der Bremsbeläge erneut aufgeraut. Dabei wird der ursprüngliche Reibwert wiederhergestellt. Besonders in sicheren Umgebungen wie leeren Straßen kannst du dies gezielt ausprobieren.
Wenn das starke Bremsen nicht ausreicht, kannst du die Bremsbeläge manuell aufrauen. Das funktioniert am besten wie folgt:
Durch das Aufrauen erhältst du eine frische, raue Oberfläche, die den ursprünglichen Reibwert der Beläge wiederherstellt.
Der Verglaseffekt lässt sich durch ein angepasstes Bremsverhalten weitgehend verhindern. Hier sind einige Tipps, die dir dabei helfen können: